Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 2
Was bisher geschah
Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 1
Hier ist der zweite Teil meiner kleinen VB Einführung. Bitte lies auch den ersten Teil dazu durch, falls noch nicht geschehen.
Es ist wie im Inventor – Am Anfang ist das Projekt
Wenn du die Entwicklungsumgebung (IDE) heruntergeladen und installiert hast und Anfangen willst zu programmieren, dann mach das gleich wie im Inventor: Mach ein neues Projekt (Da fühlt man sich doch gleich „wie zu Hause” ;) ). Die Funktion dazu findest du im Menü Datei > Neues Projekt (STRG+N). Daraufhin öffnet sich das Projektfenster und du kannst den gewünschten Projekttyp wählen und unten den Namen des Projekts eingeben. Wenn du das vergisst, ist es auch kein Problem, denn wenn du auf „Alles Speichern” klickst (oder im Menü „Datei” aufrufst) kannst du deinem Projekt einen Namen geben und den Speicherort angeben. Willst du einen Standardspeicherpfad einstellen, gehen in das Menü Extras > Optionen und dort Links auf „Projekte und Projektmappen”. Nun kannst du im rechten Fensterbereich bei „Speicherort der Visual Studio-Projekte” einen Standardspeicherort für all deine VB-Projekte einstellen.
Mein erstes Programm
Wähle als Projekttyp eine „Konsolenanwendung” (Das sind die „Dinger”, die in der Befehlszeile (Start > Ausführen > cmd) ausgeführt werden, z.B. die ganzen DOS-Befehle wie „dir” oder „copy”) und drücke OK. Nun hast du ein VB-Projekt und rechts den Projektmappen-Explorer, der, wieder ähnlich dem Inventor Featurebaum, die Elemente des Projekt enthält. Mach einen Doppelklick auf „Module1.vb” und du siehst das Grundgerüst deines ersten Programms.
Das erste Modul einer Konsolenanwendung heißt immer „Module1″ und hat die Dateiendung „.vb”. Innerhalb des Quellcodes unseres Grundgerüsts gibt es ein Modul und darin wiederum eine Prozedur Sub Main, in der die eigentliche Programmlogik definiert wird. Die Prozedur „Main” muss in einer Konsolenanwendung immer enthalten sein, weitere dürfen definiert werden allerdings nicht mehr unter dem Namen „Main”. Eine Prozedur hat immer einen Prozedurdefintion (z.B. Sub Main () ) und eine Ende (End Sub).
Module Module1
Sub Main()
End Sub
End Module
EDV = Elektronische Daten Verarbeitung
Unser Programm, wie so ziemlich alle Programme auf dieser Welt, soll Daten verarbeiten. Damit es das kann, muss es Daten irgendwo abspeichern. Diesen Ort nennt man „Variable”. Variablen haben bestimmte Eigenschaften, nämlich einen Namen, den sog. „Bezeichner”, einen Datentyp (=welche Art von Informationen nimmt die Variable auf? Zahlen, Text,…) und einen „Wert” oder Inhalt. In VB müssen (bzw. sollten, es geht auch ohne vgl. explizite/implizite Deklaration) Variablen zuerst „deklariert” werden um ihnen dann einen Wert zuzuweisen. Das ist so ähnlich wie in Mathe (na, sagen wir grob). Erst wird die Variable deklariert
Dim x as Integer
(Dim ist der Befehl für die Deklaration, x der Variabelname (=Bezeichner), as= engl. für „als” und „Integer” als Datentyp was einer Ganzzahl entspricht.)
Dann kann ich der Variable einen Wert zuweisen z.B.
x = 5
Wenn wir das nun in unserem Programmcode eintragen, dann haben wir schon ein prima Programm:
Module Module1
Sub Main()
Dim x As Integer
x = 5
End Sub
End Module
EVA – Erste Frau und Prinzip unseres Programms
EVA steht für Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe (So ein Käse hab ich mal in der Schule gelernt). In unserem Fall haben wir bereits eine Eingabe im Programm gemacht, nämlich der Variable „x” den Wert 5 zugewiesen. Jetzt machen wir uns an die Verarbeitung. In unserem Fall wollen wir den Wert von x quadrieren.
x = x * x
Und nun die Ausgabe. Der neue Wert für x soll in der Befehlszeile ausgegeben werden. Dazu nutzen wir gleich mal ein „Objekt” bzw. eine „Klassendefinition” (was immer das auch sein soll. Dazu kommen wir sicherlich noch ;) ).
Die Klassendefinition heißt „Console” (das englische Wort für das DOS-Fenster). In dieser Console wollen wir was machen, nämlich den Wert von x ausgeben.
Console.WriteLine("Wert = {0}", x)
Das bedeutet im Einzelnen: Wir sagen dem Objekt „Console” das wir von ihm was wollen, nämlich dass es einen Wert ausgibt. Das ist macht die Angabe „WriteLine” die durch einen Punkt vom Objekt getrennt wird. Dann wird in Klammer ein Ausgabetext angegeben („Wert = {0}” wobei die Null ein Platzhalter für den eigentlichen Variablenwert ist, der nach dem Komma steht). Das kann man sich auch so vorstellen: Wenn Frau das „Objekt” ist dann ist „BierHolen” die Methode und die Angabe in Klammer welche Biersorte man gerne hätte.
Frau.BierHolen („Weizen")
(Sollte eine Frau mitlesen, ersetzen Sie Frau durch Mann und BierHolen durch MuellRausbringen)
(An alle Programmierprofis: Ich hoffe, der Vergleich hinkt nicht zu sehr)
Unser Programm sieht jetzt so aus:
Module Module1
Sub Main()
Dim x As Integer
x = 5
x = x * x
Console.WriteLine("Wert = {0}", x)
End Sub
End Module
Nun starten wir unser erstes Programm indem wir einfach „F5″ drücken. Wenn es dir so geht wie mir, dann kommt jetzt eine wilde Fehlermeldung wg. Sicherheit. Mach dann im Projektmappen-Explorer rechts einen Doppelklick (sollte der nicht da sein, drücke STRG+R), mach dann einen Doppelklick auf „My Project” und klicke in der Dialogbox die folgt links auf „Sicherheit” und dann rechts im Fenster auf „ClickOnce Sicherheitseinstellungen aktivieren” und wähle die Option „Voll vertrauenswürdige Anwendung”. Damit wurde zumindest bei mir die Sicherheitsmeldung abgeschaltet. Wenn du nun das Programm nochmals ausführst, wird kurz ein DOS-Fenster geöffnet und sofort wieder geschlossen. Also fügen wir noch eine Eingabeanfrage hinzu.
Console.ReadLine()
Wir sagen dem Consolen-Objekt, das es eine Eingabe anfordern soll, d.h. die DOS-Box bleibt auf, bis wir die Eingabetaste drücken.
Übrigens: Kommentare in Quelltexten sind wichtig. Die schreibt man mit einem Hochkomma davor.
'mein erstes VB.NET Programm
OK, das wars für heute. Das ist das Programm…
Module Module1Sub Main()
'mein erstes VB.NET Programm
Dim x As Integer
x = 5
x = x * x
Console.WriteLine("Wert = {0}", x)
Console.ReadLine()
End Sub
End Module
…Und das das Ergebnis

Ich finde, das ist doch gar nicht so übel. Besser als „Hallo Welt” ;)
Bis demnächst im dritten Teil von „Programmieren in Visual Basic”.
Weitere Artikel der Reihe „Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung”
Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 1
Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 3




Gut gemacht Jürgen!
Sofern ich die Zeit dazu habe, werde ich die Codes mal in C# “übersetzen”:
(mal die XHTML Tags probieren – geht bestimmt schief :D )
using System;
using System.Collections.Generic;
using System.Text;
namespace ConsoleApplication1
{
class Program
{
static void Main(string[] args)
{
Int32 x = 5;
x = x * x;
Console.Write("Wert = {0}", x);
Console.ReadKey();
}
}
}
Hi Igor,
Boooaaa, ist dein Programm aber lang. Das C# scheint ja recht umständlich zu sein ;)
Hi Jürgen,
das ist ja auch ein Programm und kein VB Script ;) Nein, im Ernst, das Konstrukt wird automatisch erstellt, ich habe nur die vier Zeilen hinzugefügt (wie du auch). Aber ich erkläre mal kurz: using entspricht den Imports in VB. Zudem hat meine Main ein String Array für die Argumente. Wozu die da sind ist wohl klar. Du übergibst der Variable X den Wert in deinem Quellcode, zu gewöhnlich kommen ja die Daten aber irgendwo anders her. Es wäre dumm ein Programm zu schreiben, das die Quadrat von 5 ausrechnet, und dann ein weiteres für die 6, usw. Normal wird das über ReadLine entgegen genommen. Aber über die Argumenten kannst du das Erstellte Programm z.B. über die Console starten und dein Wert für x automatisch übergeben und zuweisen. Da der Code-Tag hier nicht so schön ist, habe ich den Code in eine txt Datei geschrieben:
Dieses Programm kannst du jetzt über Ausführen -> „C:\test.txt 8“ (sofern in C:\ gespeichert ist) starten bekommst du die einen Fenster mit „Wert = 64“, und wenn du einen nicht numerischen Wert übergibst, bekommst du es auch angezeigt.
C# wird nur zu unrecht als kompliziert gesehen. Eigentlich ist der Code nicht schwieriger zu erlernen als VB, aber man hat dagegen sehr viele Vorteile. C# ist extra für .NET entwickelt worden. Aber bevor ich die Leute weiter verwirre, lass ich das mit C# hier. Es ist schwierig die Vorteile zu erklären, jemanden der erst anfängt sich damit zu befassen. Ist in etwa so wie wenn du jemanden, der erst mit Inventor anfängt von Konstruktionsmethodik und MasterSketches zu erklären versuchst ;)
Viel Glück mit der Kolumne, ich finde es nach wie vor Klasse (selbst wenn VB)! ;)
Das mit XHTML-Tags klappt nicht so. Gibt es da eine Hilfe Datei, weil an die Beschreibung da unten, habe ich mich gehalten. :(
Bringt dir das was?
http://codex.wordpress.org/HTML_to_XHTML
Test
Test
Ja, es geht einfach der HTML Syntax. Das mit XHTML und dem title Tag innerhalb des a href Tags will nicht so. Ist auch egal, denn html ist schon OK.
Ich hoffe du kannst diesen Spam auch wieder löschen :D
[...] Los geht’s mit Teil 3 unseres kleinen “Programmierkurses” für VB. Solltest du neu eingestiegen sein, schau dir vorher Teil 1 und 2 an. Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 1 Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 2 [...]
[...] schau dir vorher die Teile 1 – 3 an. Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 1 Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 2 Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil [...]
[...] in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 1 Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 2 Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 3 Programmieren in Visual Basic – Eine [...]
[...] in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 1 Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 2 Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 3 Programmieren in Visual Basic – Eine [...]
[...] in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 1 Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 2 Programmieren in Visual Basic – Eine Einführung – Teil 3 Programmieren in Visual Basic – Eine [...]
ja man alta voll krass erklärt